Fiat 500

Der 1957 vorgestellte Wagen erschreckte zunächst durch seine geringe Leistung und seine magere Ausstattung. Nachdem diese beiden Geburtsfehler bereinigt waren und der Preis erheblich gesenkt wurde, entwickelte sich der von Dante Giacosa entworfene Fiat 500 zum erfolgreichsten Modell der Marke. Innerhalb von nur 18 Jahren wurden fast vier Millionen Fiat 500 gebaut.

Jean Göbbels

ist gelernter Karosserieschlosser (Meister) und Lackierer. Er kaufte seinen ersten Oldtimer mit 17, schwärmte für die Alfa Romeo Giulia. Er ist polyglotter Aachener mit belgischen Wurzeln und seit Jahrzehnten im Dienst für Ihre Restaurierung.

Die Geschichte des Fiat 500

Vier Sitzplätze groß, drei Meter lang und zwei Zylinder stark: Der Fiat 500 motorisierte Italien und bis heute ist der Klassiker Sympathieträger und in punkto Verbrauch und Leistung seiner Zeit weit voraus. Doch wie kam es dazu?

Mit fast 4 Millionen verkauften Exemplaren war der Fiat 500 Nuova nicht nur Symbol für Italien, der Nuova 500 der Jahre 1957 bis 1975 war der erfolgreiche Versuch Fiats, eine Fahrzeugklasse unterhalb des alten Fiat 500 Topolino zu etablieren. Den Namens-Zusatz Nuova erhielt er übrigens, um ihn vom Topolino, der von 1936 bis 1955 gebaut wurde, zu unterscheiden.

Der 500 Nuova war jedoch ganz anders als der Topolino: Er verabschiedete sich von dessen althergebrachter Konzeption. Der etwas kleinere Nuova 500 ist zudem auch nicht als Nachfolger des Topolino zu sehen. Diese Rolle kommt dem Fiat 600 zu, der mit einem völlig neuen Konzept und folgenden Teilen daherkam…

  • Heckmotor
  • Zweizylinder mit Luftkühlung
  • selbsttragende Karosserie
  • und ein neues Fahrwerk

Doch eines haben alle drei Baureihen gemeinsam: Dante Giacosa, der 1926 als Konstrukteur zu Fiat kam und den Turiner Automobilhersteller erst wieder 1971 als Chefkonstrukteur verließ. Der Ingenieur ging als einer der einflussreichsten Konstrukteure in die Automobilgeschichte ein. Hier fiel er vor allem durch seinen 500 Topolino positiv auf. Zudem hat er eine faszinierende Autobiographie geschrieben, die man bei Fiat downloaden kann!

Konstruktion und Technik des Nuova 500

Konstruktiv ist der Kleinwagen nie ärmlich gewesen. Denn obwohl er nur 2970 mm lang, 1320 mm breit und 1325 mm hoch ist sowie nicht einmal über 525 Kilo wiegt, gibt es wohl niemanden, der den Fiat 500 nicht kennt. Vor allem seine durchdachte Konstruktion spricht für den Fiat 500 Nuova: Denn mit seiner Einzelradaufhängung ringsum, hydraulischen Bremsen und einem Vierganggetriebe mit Klauenschaltung ließ der Fiat 500 viele zeitgleich vorgestellte Fahrzeuge alt aussehen.

Auch seine selbsttragende Ganzstahlkarosserie und der luftgekühlte Heckmotor machten einiges her. Über ein nicht synchronisiertes Viergang-Getriebe, das mit dem Differential verblockt war, wurden die Hinterräder angetrieben.

Der Motor beim Fiat 500 bestand dabei aus einem zweifach gelagerten Zweizylinder-Reihenmotor, ein sogenannter Parallel-Twin mit hängenden Ventilen und einem Hubraum von 479 cm³. Beim Fiat 500 R vergrößerte sich dieser auf 594 cm3.

  • Der kleine Wagen mit Heckantrieb erreichte so eine Standard-Leistung von 13,5 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h, was sich nicht nur auf Italiens Straßen durchaus sehen lassen konnte.
  • Die sportliche Variante, der Fiat 500 Sport, der zwischen 1958 und 1960 gefertigt wurde, erreichte mit seinen 21,5 PS sogar über 105 km/h – nur Abarth-Versionen erreichten noch höhere Leistungen.
  • Neben Abarth gab es als Tuning-Spezialisten für den 500er noch die Brüder Giannini aus Rom, die den Kleinstwagen zum Rennwagen aufrüsteten. Sie boten ab 1963 die Versionen 590 GT und 500 TV an.

Alle Fiat 500-Modelle der Jahre 1957 bis 1975 haben ein Faltdach aus Stoff, das ab dem D-Modell jedoch die Hälfte seiner Größe einbüßte. Neben dem D-Modell gibt es außerdem noch den Fiat 500 F, den L und den 500 R sowie die oben genannte Sport-Variante. Egal welches Modell, der Fiat 500 hat in ganz Europa eine große Fangemeinde.

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Wieso wollten alle den Fiat 500 Nuova?

Der Fiat 500 Nuova war vor allem ein robustes Auto, das günstig in der Anschaffung und im Betrieb war. Zu Beginn im Jahr 1957 kostete er 3.390 Mark. Weil er sich jedoch nicht gut genug verkaufte, senke Fiat den Preis bald auf 2.990 Mark. Für eine Heizung, die nicht standardmäßig eingebaut war, musste man extra bezahlen – nämlich genau 180 Mark.

  • Zum Vergleich: Ein VW Käfer 1200 Standard kostete damals 3.790 Mark. Eine Isetta 300 gab es aber für 2.890 Mark, einen Goggo T400 wiederum für 3.232 Mark.

Wie alle Kleinwagen, die in den 50er-Jahren gebaut und verkauft wurden, zielte auch der 500er auf eine kostenbewusste Käuferschicht ab, die eigentlich eher auf zwei Rädern, also auf dem Motorrad, zu sehen war. Der Fiat war quasi das Pendant dazu, nur mit einem schönen Faltdach über dem Kopf.

So sparsam wie sein Verbrauch und seine Zielgruppe, war auch der Innenraum des Klassikers. Die Sitze für Fahrer und Beifahrer sind konventionelle Konstruktionen mit Federbasis. Die Schaumstoffpolster liegen dabei auf einer Rosshaarmatte. Und obwohl der Fiat 500 Nuova sehr kompakt ist, sind Sie im Vergleich zur damaligen Konkurrenz auch nicht klein und zudem sehr bequem! Auf der Rückbank fanden eher nur sehr kleine Menschen Platz, am besten Kinder. Auch der Platz unter der vorderen Haube war maximal minimalistisch gehalten: er reichte gerade so für…

  •     Tank
  •     Reserverad
  •     Batterie
  •     Bremsflüssigkeitsbehälter
  •     und Bordwerkzeug.

Auch was die Instrumente am in der jeweiligen Wagenfarbe lackierten Armaturenbrett angeht, war man bei Fiat spartanisch: Hinter dem Lenkrad mit seinen zwei Speichen war lediglich ein Tacho samt roter Warnleuchte für die Benzinreserve zu sehen.


Die Türen der ersten 500er-Modelle waren noch hinten an der B-Säule angeschlagen und öffnen aus heutiger Sicht ganz unkonventionell nach hinten. Das wurde erst beim sogenannten F-Modell geändert. Der Fiat 500-Kombi mit Namen Giardiniera hingegen behielt die nach hinten zu öffnenden Türen, weswegen er in Deutschland ab 1965 nicht mehr verkauft werden durfte.

Wie sieht es mit den Preisen heutzutage und der Ersatzteilversorgung beim Fiat 500 aus?

Die Preise für den Fiat 500 steigen so gut wie jedes Jahr, doch es gibt dank der hohen Produktionszahlen noch ein gutes Angebot. Gut erhaltene Klassiker sind schon ab 6.000 Euro zu haben. Allerdings sollte man sich Zeit nehmen, um die Angebote zu prüfen, und am besten einen Profi zu Rate ziehen.

Man sollte als Käufer auch wissen, dass die größte Zahl der angebotenen 500 bereits mindestens einmal restauriert worden sind – ob gut oder schlecht gilt es also genau zu prüfen. Wie bereits gesagt: Am besten kann man sich beim Kauf von einem Experten beraten lassen. Dieser weiß am besten, wo man hinschauen muss, um den Zustand von der Karosserie bis zur Technik fachgenau einzuschätzen.

Die Ersatzteilversorgung ist gut, sofern man sich für ein Exemplar ab Baujahr 1965 entscheidet. Die Versorgung mit Ersatzteilen für technische Teile gilt durch die hohen Stückzahlen jedoch als durchweg gut. Und Limora liefert alle Fiat 500 Ersatzteile direkt ab Lager!


Fiat 500: Ersatzteile bei Limora


Der Fiat 500 steht für italienisches Lebensgefühl, Wirtschaftlichkeit und Fahrerfreude sowie beste Technik auf kleinstem Raum. Kein Wunder, dass die Tradition des 500 so erfolgreich mit neuen Modellen im Retrostyling in die 2010er gebracht wurde – 2021 sogar als reines Elektromodell.

Wenn Sie jedoch einen klassischen Fiat 500 Nuova Ihr Eigen nennen, dann sind Sie hier goldrichtig: Bei Limora sind alle Serien-Teile und ein weiter Reigen an technischen Verbesserungen ab Lager lieferbar – immer durch einen Profi beraten. Zögern Sie bitte nicht uns bei Fragen jederzeit zu kontaktieren, wir freuen uns, Ihren Fiat 500 zu erhalten!